Produktivität in Büros um 15% steigern: mit Topfpflanzen

Foto von Kristian Niemi, CC BY-NC-ND 2.0

Foto von Kristian Niemi, CC BY-NC-ND 2.0

Es ist wieder Zeit für eine Studie. Das Forscherteam untersuchte in zwei großen Büros in England und den Niederlanden den Unterschied zwischen “lean” und “green” Offices. Laut Studie kann die Produktivität in Büros um 15% gesteigert werden, wenn dort schöne grüne Blattgewächse herumstehen.

Die Ergebnisse sind durchaus interessant, denn die sauberen, aufgeräumten, sterilen Büros, die wir in der heutigen Arbeitswelt häufig sehen, gelten eigentlich als perfekter Nährboden für produktives Arbeiten. Sie sind es aber anscheinend nicht. Bei 15% mehr Produktivität haben Gewächshaus-Liebhaber nun ein gutes Argument im Köcher…

Genaueres ist hier nachzulesen: Nieuwenhuis, M., Knight, C., Postmes, T., Haslam, SA (2014). The relative benefits of green versus lean office space: Three field experiments. Journal of Experimental Psychology: Applied, Vol 20(3), Sep 2014, 199-214.

Zukunft Personal 2014

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Und jährlich grüßt ….die Zukunft Personal (in Köln). Der erste Tag war ganz entspannt für mich persönlich. Ich hatte in diesem Jahr endlich die Zeit, mir Vorträge anzuhören und das Angebot der Aussteller intensiv zu begutachten. Natürlich war auch dieses Jahr wieder viel alter Wein in neuen Schläuchen zu bewundern. Aber (natürlich) gab es auch interessante Themen. Hier meine persönlichen Top3/

– HR Technologie / speziell: Gamification
– Rolle von HR (administrativ versus strategisch)
– Assessment der psychischen Belastung von Arbeitnehmern

Es würde mich sehr interessieren, was die Top3 anderer Messebesucher waren. Dafür gibt es die Kommentarfunktion unten auf dieser Seite…

Ein kleines persönliches Highlight von mir ist der brandneue INBEMO der FEEDBACKPEOPLE. Ich habe ihn getestet und bin schwer begeistert: Endlich mal ein seriöses und gleichzeitig attraktives Inventar zur Erfassung berufsbezogener Motive! Well done.

Haben Kaffee-Trinker Probleme, ihre Gefühle auszudrücken?

www.holtmeier.de

Jepp, so könnte man eine aktuelle Studie (Lyvers M, Duric N, & Thorberg FA ,2014) interpretieren. Die Forscher fanden einen interessanten Zusammenhang zwischen dem Konsum von Kaffee und der Fähigkeit, Gefühle auszudrücken. Alexithymie ist übrigens der psychologisch Fachterminus dafür.

Menschen, die an besagter Schwäche leiden, gaben in der Studie (n=106 Uni-Studenten) an, doppelt so viel Kaffee zu trinken, wie die anderen Studienteilnehmer. Die Autoren der Studie spekulieren, der gesteigerte Kaffee-Konsum könne helfen die insgesamt geringere physische Erregung bei diesen Menschen auf ein Normalmaß hochzuregeln.

Als leidenschaftlicher Kaffee-Vielrinker weiss ich jetzt gar nicht, wie ich mich fühle. Verstört? Oder eher belustigt? Ach, egal.

Literatur: Lyvers M, Duric N, & Thorberg FA (2014). Caffeine use and alexithymia in university students. Journal of Psychoactive Drugs, 46 (4), 340-6.

Eine systemisch-konstruktivistische Sicht auf 360° Feedback-Prozesse

Feedback, speziell auch 360° Feedback, ist ein mächtiges Schwert. Dennoch, an verschiedenen Stellen (z.B. hier und hier und hier) habe ich darauf hingewiesen, dass die Effekte nicht immer den Erwartungen entsprechen. Aus systemtheoretischer Perspektive lassen sich ein paar ganz wesentliche Aspekte ergänzen, die bei der Gestaltung eines maximal wirkungsvollen Feedback-Prozesses berücksichtigt werden sollten.

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